Komm herein

Das Leben ist kunterschwarz und dunkelbunt... und mittendrin befinde ich mich. Des Alltags Wahnsinn oder der wahnsinnige Alltag, wer weiß schon so genau was zutreffend ist. Geschichten die das Leben so schreibt halten immer wieder Überraschungen bereit...
Hier herrscht, Chaos in Perfektion - Geschichten aus des Alltags Wahnsinn.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Mein erster Test mit Stargazer Nagellack






Nach langer Abstinenz weil die Fingernägel nicht mehr so begeistert vom lackieren waren, habe ich heute mal die "eigene" Ware getestet. Meine Erfahrung mit Stargazerprodukten sind bisher immer durchwachsen gewesen, aber diesen Lack fand ich wirklich schick. Also habe ich ihn ordnungsgemäß gekauft und mich zu Hause in Ruhe hingesetzt. In der Flasche sieht er ja schon sehr vielversprechend aus :)
Also, das Frollein parkt sich auf den Sofa, macht den Fernseher schon mal an und legt los. Das Auftragen grundsätzlich ging tatsächlich ziemlich gut. Allerdings hat es dann 4 Schichten gebraucht, damit der Lack auch so aussieht. Beim nächsten Mal kommt da erst mal schwarzer Nagellack drunter. Na ja, und weil gut Ding ja auch Weile hat, hat es dann gut eine 3/4 Stunde gedauert bis ich wieder halbwegs was anfassen konnte ohne gleich wieder den ganzen Lack zu ruinieren. Finde ich persönlich viel und lange und hat mich ehrlich gesagt genervt. Aber das Ergebnis ist gut und sieht auch nach ein paar Tagen noch gut aus. Tolle Farbfacetten je nach Lichteinfall... und wie die Motte vom Licht angezogen wird, wird nun mein Blick ständig von den Nägeln angezogen. Mal sehen, der nächste Versuch wird Neongrün mit Glitzer, jetzt kann ich wenigstens die Trockenzeit gut einschätzen. Alles in allem ein wirklich schöner Lack, gefällt mir :D

Samstag, 2. Februar 2013

Lieber großer Brötchengeber...


Ich danke dir, dass du uns den Start in den Monat mit nicht vorhandenem Geld auf dem Konto versüßt hast. Es gibt wirklich nicht schöneres um schlechten Schlaf und einen Laune auf dem Tiefpunkt zu garantieren. Erklärst du dann bitte auch unseren Kindern warum unsere Schränke leer sind? Auf diese Erklärung bin ich dann wirklich sehr gespannt. Vielleicht kannst du ihnen dann auch sagen dass du einfach gekonnt die auftretenden Probleme ausgesessen hast und bringst ihnen bei, wie sie das auch tun können. Dann können sie in Zukunft aussitzen was ihnen nicht passt. Wir können nichts dafür dass du deine Ersparnisse in dein Unternehmen gegeben hast, das war schließlich deine freie und alleinige Entscheidung. Es ist schön dass du uns die Entscheidung abgenommen hast unsere Lebensgrundlage in dein Unternehmen zu stecken, indem du einfach nicht den Tatsachen ins Auge siehst. Wir wollten das nicht. Da hilft es auch wenig dass es noch einen kleinen Brötchengeber gibt, wenn plötzlich die Mittel schwer aufzubringen sind überhaupt zur kleinen Brötchenbäckerei zu kommen. Immerhin brauchen wir diese Mittel nun erst einmal um die Schränke zu füllen, von Luft und Liebe können meine Kinder nämlich nicht leben. Vielleicht kommt ja noch was... vielleicht ist wirklich eine gute Voraussetzung um zu sehen wie wir nun zurecht kommen. Weißt du eigentlich was dieses "Vielleicht" für ein beschissener Zustand ist, kein klares Verhältnis hilft ungemein. Mit so einem Start kann dann das neue Jahr nur noch besser werden, das ist die einzige Hoffnung die ich noch habe. Sehr schade dass wir uns nicht persönlich begegnet sind oder begegnen werden, ich hätte ihre Antworten dazu gerne mal gehört. Aber vielleicht... wer weiß... könnte sich ja unter Umständen ... eventuell... möglicherweise ... der Schrank ja noch von selbst füllen, wenn ich heraus finde, wie das mit dem tischlein deck dich funktioniert. Dann wäre ich vielleicht auch gewillt meinen Ärger und Frust wieder abzuschalten, er hilft mir zwar nicht weiter ist aber so spontan mich und mein Leben noch eine Weile zu bereichern weil er gerade sonst nichts zu tun hat. Ja doch, vielen Herzlichen Dank für diese Erfahrung, wahrscheinlich muss man die mal gemacht haben.

Montag, 12. November 2012

Das Muddi-Gen

Tja, wenn einem der Lesestoff ausgeht und die Kopfhörer zeitgleich streiken bleibt einem nichts anderes übrig als im Bus gezwungenermaßen Gesprächsfetzen zu erhaschen. So erging es mir heute morgen - Memo an mich selbst, gleich neues Buch kaufen. 
Ich hörte zwei Frauen an ihren gerade in den Bus gequetschen Kinderwagen plaudern über den Sinn ihres Lebens. Gefallen sind so wunderbare Sätze wie: "Erst das Kind hat meinem Leben einen Sinn gegeben" "Die Kinder machen das Leben erst Lebenswert" Tja, ist ja nicht das erste Mal dass mir diese Sätze förmlich in den Gehörgang kriechen und mich dazu bewegen dass ich mich doch glatt fragen muss - Gibt es ein Mutter Gen, wie sieht es aus und ist meines verkümmert?
Ich stelle mir das Muttergen als rosapinkglitzernde Herzchenspirale vor, die strahlend und funkelnd alles andere umwindet. Ok, ich gebe zu, das klingt verdammt kitschig, ist aber auch genauso beabsichtigt. Mein Muttergen ist dann wahrscheinlich so ein vertrocknetes, verkümmertes und verdorrtes Etwas dass nur noch ein bisschen glitzert und mehr dezent beleuchtet als Überstrahlt. Ganz ehrlich, welchen Sinn hatte das Leben besagter Frauen denn vorher, wenn erst das Kind dem Leben seinen Sinn gegeben hat, was haben sie vorher gemacht. Vegetierten sie so sinnlos vor sich hin, suhlten sie sich in Selbstmitleid und waren erfüllt von Suizidgedanken? Natürlich ist meine Sicht der Dinge nicht die ultimative, aber ganz ehrlich - mein Leben hatte auch vorm Nachwuchs einen Sinn und war mindestens genauso lebenswert. Ja, ich sage sogar von mir selbst dass ich gar nichts mit kleinen Kindern anfangen kann - und das ist nur eine realistische und ehrliche Einschätzung. Leider wäre es auch etwas anstrengend gut 6 Jahre lang schwanger durch die Gegend zu laufen um Kinder im passenden Alter zu gebären, da komme ich um das "kleine Kind" eben nicht herum. Fehlt mir nun also dieses Mutter-Gen dass mich die Kinderwelt rosarot sehen lässt, wie konnte ich dann überhaupt Kinder bekommen? Da fällt mir immer die Serie Caillou ein, Caillou schmiert die ganze Küche mit Honig und Essen voll und seine Mami kommt rein und sagt nur "Das räumen wir gleich zusammen auf". Würde ich das mit einem Muttergen genauso entspannt sehen? Würden meine Kinder dann auch einfach sagen "Ja Mami, machen wir" ... und nicht "Nein, ich will das aber nicht, das kannst du aufräumen" gefolgt von der der "ich war das gar nicht" Diskussion bis hin zu "Geschwisterkin ist pauschal schuldig" Anmerkung. Mit den passenden rosaglitzerherzchengenpool wäre ich dann vielleicht auch so entspannt und würde nicht in besagter Situation erstmal alle Tonlagen ausprobieren, die meine Stimme so hinbekommt. Ich glaube nächstes Mal frage ich die Damen aus dem Bus, ob man diese Sichtweise irgendwo auch käuflich erwerben kann und ob es das passende Kind gleich mit dazu gibt. Mal ehrlich, mein Sinn des Lebens auf zwei Beinen ist gleichzeitig mein Weg in den Wahnsinn. Aber ich muss zugeben, wenn mein Leben auch vorher schon einen Sinn hatte und lebenswert war, es gibt Momente die sind selbstredend besser als alles davor erlebte.

Donnerstag, 6. September 2012

Alte Laster

Es ist passiert. Nach 5 Jahren purer Enthaltsamkeit und unerklärlichem wie bescheuertem Verlangen habe ich's getan – ich habe eine Zigarette geraucht, und dann zwei, drei... vier. Ich sollte mich schämen, es eklig finden und mich daran erinnern dass es ja auch ohne blauen Dunst bisher gut geklappt hat, meine Atemwege zu ihrer natürlichen Funktion zurück gefunden haben und das Husten höchstens bei Erkältungen auftritt... aber, irgendwie gerät das ein bisschen in Vergessenheit. Ich habe es genossen, so wie ich es damals genossen habe. Müsste mich nun nicht der Blitz treffen, eine Woge voller Schuldgefühle mich überrollen und das Hirn anspringen das sagt – Stopp! Ich glaube mein Hirn macht Urlaub, aber das macht es schon länger, irgendwo an der Südsee zusammen mit meiner Motivation und meinem Denkvermögen.
So ganz leise meldet sich die Stimme die was von „Vorbildfunktion“ blubbert damit aus Nummer 1 und Nummer 2 nicht auch so schrecklich stinkende Monster werden – abgesehen vom Pampersduft, aber die Stimme ist viel leiser als erwartet.
Und jetzt, hat der Suchtteufel mich nun wieder im Griff? Ist wahrscheinlich mein Glück dass die Finanzen eher gegen das vernichten von Tabak sprechen, und das Pech des Suchtteufels... und doch, am Supermarkt aufs Knöpfchen drücken mit der Lieblingsmarke von damals, das geht ganz schön schnell.
Also gehe ich in Zukunft einfach nicht mehr einkaufen, sonst brauche ich Scheuklappen. Scheuklappen für Schokolade und für Zigaretten, wobei letzteres wenigstens die vielen Kilos nicht noch mehr werden lässt. Vielleicht sollte ich pro und contra abwägen, gibt es da überhaupt ein pro?
Vielleicht hätte ich mich zum militanten Ex-Raucher entwickeln sollen, dann könnte ich entspannt an der Supermarktkasse warten.
Am besten sperre ich mich bei Vollmond in den Keller, ach nein... das hilft nur bei Werwölfen.

Dienstag, 7. August 2012

Sommerloch frisst Hirn.

"Veränderungen sind oft unangenehm, gewiß, aber nicht minder wichtig wie die Puppe für die Raupe, will sie ein wunderschöner Schmetterling werden."

 © Sigrun Hopfensperger




Einerseits sind Veränderungen böse und andererseits ist stillstand auch nicht wünschenswert, Zwickmühlen sind gemeine Dinger die sich ganz langsam aber sicher aufbauen.

Die Frage für mich derzeit ist nur: wo anfangen mit den Veränderungen. Irgendwie bin ich seit einiger Zeit da ziemlich ruhe- bis rastlos und habe das Gefühl ich möchte eigentlich etwas verändern oder besser, ich wäre bereit, aber dann haperts an der "Ja was denn eigentlich?" Frage. 
Eigentlich ist ja ohnehin das dümmste Wort dass genutzt werden kann... so wie: eigentlich bin ich ja ganz zufrieden, eigentlich macht mit die Arbeit Spaß, eigentlich komme ich ganz gut zurecht, eigentlich. Tja, und nun? Großer Interpretationsspielraum, mangelhafte Kommunikationsfähigkeit oder ist eigentlich so ziemlich genau der Knackpunkt bei den Aussagen?
Möchte ich denn eigentlich was anderes? 
Klingt verrückt, sollte ich doch wissen ob ich was anderes möchte, so zumindest schätze ich ist's die Regel. Regeln sind manchmal allerdings einfach blöd, daran habe ich mich schon früher nur gehalten wenn es wirklich sinnvoll und notwendig war. Soll heißen: Ich habe keine Ahnung ob ich was anderes möchte - oder meine ehrlichere Einschätzung, wenn ich mir das ein oder andere eingestehe, ich verbuddele unter jedem Buchstaben des verdammten  e i g e n t l i c h  eine Portion "Wünsch dir was", ein Stückchen "So ist es wirklich" und eine Prise "unangenehme Selbsterkenntnis". Schöne Selbsterkenntnis ist ja immerhin schon zu erkennen, dass es etwas zu erkennen gibt und während ich diesen Satz tippe, verwirre ich mich gerade selbst ein wenig.

Ich fühle mich einfach ein bisschen gefangen von und in mir selbst ... und ich wäre gern ein Schmetterling, unbeschwertes flattern, keine Eile und zugegeben, die schlanke Taille hätte ich auch gern mal ;o)
 
Warum schreibe ich das nun einfach hier - sicher hat das Sommerloch Einfluss darauf genommen - oder es liegt am Gedankenkarussell... oder es ist mein Arschtritt an mich selbst, ein sanfter, ohne Spitze schuhe und Stahlkappe. Wie dem auch sei, Gedankenspinne frisst Schmetterling - das Tribut :)

Samstag, 21. Juli 2012

Hummeltopia und mehr.


Meine wild wachsende Kräuter entwickeln sich zum Hummeltopia, und das ist nur ein kleiner Ausschnitt, da gab es noch ein paar mehr zu sehen. Wenn die Minze bald noch zusätzlich blüht, dann geht's wieder geschäftig in der Kräuterecke zu. Ich liebe diese kleinen pelzigen Flugwunder, sie sehen so gemütlich und flauschig aus, zum kuscheln und lieb haben. Im Gegensatz zu Nummer 2 versuche ich allerdings nicht genau das auch zu tun.
Ergebnis die letzten Tage: diverse Bienenstiche überlebt, ich schätze eine Allergie liegt da nicht vor, aber Stechmücken und Nummer 2 vertragen sich nicht. 
Fazit: Das männliche Geschlecht ist nicht sehr lernfähig, die Bienen werden immer wieder aufs neue "ei machen" oder barfuß "putt, nicht beißen" gemacht. Das weibliche Geschlecht scheint lernfähiger und betritt einfach nur noch die Sandkiste, da passiert nichts. 
Also habe ich im Garten gewütet mit dem Mäher und erst mal dem schön blühenden Klee den gar ausgemacht, ohne Kleeblumen keine Bienenversammlung, ohne Bienenversammlung bleiben die Zwiebeln vielleicht auch mal zum Kochen und nicht für Stichverletzungen.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Ist denn heut schon wieder Montag

"Hallo Mama, meine Füße jucken", das war der erste Satz den ich zur Begrüßung entgegen geschmettert bekam. Ich liebe zwar Pünktchen aber auf den Füßen von Nachwuchs Nr.1 fand ich sie nun nicht gerade liebenswert. Hach, und da waren noch mehr von variabler Größe und Farbintensität. Mein erster Gedanke: Scheiße, hoffentlich hat Nr.2 sich nicht angesteckt, der zweite Gedanke: "Die verschwinden bestimmt über Nacht". Das war gestern.

Heute:
Mrs.xx erfreut sich bester Gesundheit, erinnert mich allerdings optisch ein wenig an einen Fliegenpilz mit Farbstörung, rote Flecken auf weißem Grund. Prima, das bedeutet - Arztbesuch, da kommt natürlich Freude auf. Erstmal also den Verbleib von Mr.xy klären, das entspannt den Vorgang Arztbesuch etwas. Xys Verbleib ist gesichert und die Kontaktaufnahme mit dem Arzt bringt den Blutdruck in Wallung. Entweder alle anziehen und einpacken in 15 minuten oder im Falle einer harmlosen Diagnose zu spät zur Arbeit. Ich wähle das vermeindlich kleinere Übel, was hat mir nur das Hirn so vernebelt dass ich vom kleineren Übel ausging. Erstmal anziehen in 15 minuten, wo geht denn sowas? "Nein, ich nicht anziehn." Dumm dass es mir bei der Wahl nichts bringt das kleinere Übel gewählt zu haben, es ist zu früh, alle Kinder müssen mit, und alle Kinder müssen sich anziehen. Gut ist, Nummer 1 ist ausnahmsweise zickenfrei fertig angezogen, schlecht ist - Nummer 2 geht in Wickelstreik wie jeden Tag. "Aber du willst doch mit Taxi fahren" die ersten Versuche fallen noch lieblichst lockend aus "ich auch taxi fahrn, ich mit." Nichts neues, das hat Mr.xy inzwischen im sekundentakt angekündigt. "Dann musst du auch was anziehen, sonst kannst du nicht mit Taxi fahren, komm her" "Nein". Man sollte wissen, bitte vermittle den Widerstand in kurzen, prägnanten Sätzen und komm gleich auf den Punkt. Ein Blick auf die Uhr sagt allerdings dass die Zeit für lieblichstens locken vorbei ist, ich zähle an "eins... zwei..." und schwupps hockt Nummer zwei da wo er hin soll. "Mama ruft gleich das Taxi, dann fahren wir los" Ich erwische mich immer wieder dabei wie ich in der dritten Person von mir rede und Mama hasst es. Befreit von der Windel, die Freiheit am Popo wird erst mal geschaut ob alles da ist, wo es hin gehört - scheint beim männlichen Geschlecht schon verdammt früh ausgeprägt zu sein. Letztendlich kann ich den Minimann aber in eine saubere Windel und ein paar Klamotten schälen, ist auch höchste Eisenbahn. Mit Schweißperlen auf der Stirn ordere ich das Taxi. Taxi - tja, das Ergebnis einer öko-freundlichen Fahrweise und dem ausgeprängte Denkfehler von -ich brauche keinen Führerschein, mit Bus und Bahn komme ich gut voran. Das war bevor ich Kinder hatte. Heute könnte ich mich dafür in den Arsch beißen dass ich den Mist jetzt machen muss, wenn die Zeit eh schon gefühlt immer für alles fehlt. Doch ich schweife ab. 

Das Taxi schlägt auf, verspätet wie ich anmerken muss, ich schnappe mir meinen Kram und wuchte den sperrigen Sitz für Nummer 2 raus. Ich sehe schon beinah die Pfützen unter mir, der Zeitdruck lässt die Schweißdrüsen zur Hochform auflaufen und öffnet die Poren. Aber egal, erst mal los, insgeheim rechne ich ohnehin mit dem Schlimmsten, Füße ab oder aber weniger dramatisch Windpocken, Röteln... irgendwie sowas. Kaum angekommen geht's schon los mit dem Verteilen des Spielzeugs in nahezu jeder Ecke des Wartezimmers, peinliche Momente wenn ich sehe wie Nummer eins und Nummer zwei mal pauschal alles begutachten und für uninteressant befinden, leider interessant genug um das Thema - Aufräumen - nicht ansatzweise hören zu wollen. Mein Zeitvertreib im Wartezimmer - ich räume auf, die Kinder räumen aus. Eigentlich könnte ich mich da richtig wohl fühlen, ist doch genau wie zu Hause. Nach nicht ganz 10 Minuten ist es soweit. Bis dahin liegen Stress und Chaos in Reinform in 30 Minuten gepresst hinter mir (gereicht hätte das für sicher zwei Stunden). Fünf Minuten dauert die Begutachtung, FÜNF oder als Zahl 5 dann ist bestätigt dass die Füße zumindest dran bleiben dürfen und auch dem Kindergarten nichts im Wege steht. Nichts ansteckendes und auch nichts dramatisches, eine Reaktion auf Gott weiß was, Erkältung, Infekt unbekannter Art oder auf Mich? 
Also heißt es die Alarmstufe rot zu beenden und ab mit dem Kind in den Kindergarten. Wir spielen das Spiel - Warten aufs Taxi. Zumindest spiele ich das Spiel. Mr.xy spielt das Spiel - Reaktionstest und will fleissig Treppen rauf und runter Stiefeln und stellt die Ohren auf Durchzug. Das ausgiebige Lüften des Gehirns ist sicher nur von Vorteil für die graue Masse aber von Nachteil für den, der sich mit "Nein, nicht nach oben - Nein, nicht nach unten - Wir müssen gleich los, hierbleiben bitte" vergnügt. Aber ein Ende ist ja in Sicht, oh halt, irgendwas war da noch. Verdammt, Kindergarten=Essen, Essen=zu Hause und nicht dabei. Dann wird der Schlenker zum Bäcker eingeplant und schon hagelt es Essenswünsche. Am Ende hält Madame überglücklich zwei Semmel in der Hand und ich gebe mich geschlagen sie von etwas anderem überzeugen zu wollen, jede Minute die das Taxi rumsteht ist schließlich kostbar. Nach unserer kleinen Rundreise, erfolgreichem export von Nummer 1 in den Kindergarten und vorwarnung vorm Fliegenpilzmuster samt irgendwie Erklärung der Tatsache dass alles harmlos ist ... geht es nach Hause. Von dem was ich ins Taxi investiere hätte ich locker ein Eis essen oder zur Arbeit fahren können. Schnellen Schrittes liefere ich auch Nummer 2 ab und erwäge nochmal duschen zu gehen. Die Idee verwerfe ich und ersetze sie durch etwas angenehmes, Kaffee trinken ... bevor es los geht. Hätte ich mal mein Shampoo eingepackt, der Weg zum Bus war feuchtfröhlich. Außerdem der Bus wie immer zu spät und auch der restliche Tag - ich fasse mich nun endlich mal kurz - verläuft irgendwie Scheiße. Ist denn heute schon wieder Montag? Ich hasse Mittwoch und gönne mir auf den Frust erst mal 10 Punkte fürs Essen. Mit diesen Worten - Es kann nur besser werden, mein Fazit des Tages, mal sehen ob sich das bewahrheitet. Wenn ein Tag schon so anfängt...