Es ist passiert. Nach 5 Jahren purer
Enthaltsamkeit und unerklärlichem wie bescheuertem Verlangen habe
ich's getan – ich habe eine Zigarette geraucht, und dann zwei,
drei... vier. Ich sollte mich schämen, es eklig finden und mich
daran erinnern dass es ja auch ohne blauen Dunst bisher gut geklappt
hat, meine Atemwege zu ihrer natürlichen Funktion zurück gefunden
haben und das Husten höchstens bei Erkältungen auftritt... aber,
irgendwie gerät das ein bisschen in Vergessenheit. Ich habe es
genossen, so wie ich es damals genossen habe. Müsste mich nun nicht
der Blitz treffen, eine Woge voller Schuldgefühle mich überrollen
und das Hirn anspringen das sagt – Stopp! Ich glaube mein Hirn
macht Urlaub, aber das macht es schon länger, irgendwo an der Südsee
zusammen mit meiner Motivation und meinem Denkvermögen.
So ganz leise meldet sich die Stimme
die was von „Vorbildfunktion“ blubbert damit aus Nummer 1 und
Nummer 2 nicht auch so schrecklich stinkende Monster werden –
abgesehen vom Pampersduft, aber die Stimme ist viel leiser als
erwartet.
Und jetzt, hat der Suchtteufel mich nun
wieder im Griff? Ist wahrscheinlich mein Glück dass die Finanzen
eher gegen das vernichten von Tabak sprechen, und das Pech des
Suchtteufels... und doch, am Supermarkt aufs Knöpfchen drücken mit
der Lieblingsmarke von damals, das geht ganz schön schnell.
Also gehe ich in Zukunft einfach nicht
mehr einkaufen, sonst brauche ich Scheuklappen. Scheuklappen für
Schokolade und für Zigaretten, wobei letzteres wenigstens die vielen
Kilos nicht noch mehr werden lässt. Vielleicht sollte ich pro und
contra abwägen, gibt es da überhaupt ein pro?
Vielleicht hätte ich mich zum
militanten Ex-Raucher entwickeln sollen, dann könnte ich entspannt
an der Supermarktkasse warten.
Am besten sperre ich mich bei Vollmond
in den Keller, ach nein... das hilft nur bei Werwölfen.
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